Teil eines Werkes 
5,2 (1832)
Entstehung
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zen, von denen einige ſehr ſtark und kraͤftig ſind Den Geſtraͤuchen fehlt es indeß nicht an feinen Geruͤchen. Eine Art z. B. riecht vollkommen wie die Myrte, eine andere duftet wie Rosmarin u. ſ. f. Einer lieb⸗ lichen und keineswegs kraftloſen Vegetation erfrent ſich die Gegend ſuͤdweſtlich von der Inſel Faure, wo der Boden etwas hoͤher iſt, und ein Baum, aͤhn⸗ lich dem Dleander, von der Kuͤſte des Meeres an, landeinwaͤrts in nicht gar großen Diſtanzen, einen gruͤnenden Buſch nach dem andern darbietet; eine Er⸗ ſcheinung, die um ſo mehr in Verwunderung ſetzt, als das Erdreich uͤberhaupt ſehr trocken und unfrucht⸗ bar iſt, ſeiner Pberflaͤche kein anderes als hoͤchſt ma⸗ geres und ſchwaͤchliches Strauchwerk kriechend ent⸗ keimt, und nur wenige Blumen von lebendiger Faͤr⸗ bung von Zeit zu Zeit das Auge erfreuen. Einen

eigentlichen Reichthum von Pflanzen naͤhrt in ihrem

Schvoße die Inſel Dirk⸗Hatichs. Baͤume nicht zwar von hohem Wuchſe, aber auch keineswegs ver⸗ kruͤppelt, wechſeln mit mannigfaltigen Arten von Ge⸗ buͤſchen und ſchoͤnbluͤhenden Pflanzen. Ein merkwür⸗ diges Geſchlecht bilden hier die Mimoſen, die in ver⸗ ſchiedenen Geftaltungen zu zehn Fuß hohen Baͤumen erwachſen, die ihre in einander verwundenen Aeſte mehr denn 2s Fuß weit in horizontaler Richtung vom Stamme hinaus ſenken, und deren Hol; ſo hart iſt. daß es zur Feuerung getraucht wird. Ganz vorzuͤg⸗ lich ergotzt ſich das Auge, neben vielen andern Pflan⸗