Teil eines Werkes 
5,2 (1832)
Entstehung
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eben nicht leer geweſen waͤren, und der Mangel an Mehl ſelbſt bei den Einwohnern nicht ſehr groß geweſen waͤre. Hruſenſtern erhielt auch hier die Nachricht von dem ſeit kurzem ausgebrochenen Kriege zwiſchen Rußland und Frankreich.

St. Helena fand Kruſenſtern als einen ſehr guten Drt, nach einer langen Reiſe Erfriſchun⸗ gen einzunehmen. Man findet hier allerhand Lebens⸗ mittel, und beſonders Gemuͤße von der beſten Gat⸗ tung. In einer Zeit von 2 3 Tagen war man reich⸗ lich mit allem verſehen. Porter und Weine, beſon⸗ ders Madera⸗Weine, waren hier im Uebepfluſſe vor⸗ handen und zu bekommen, ſo wie auch Schiffspropi⸗ ſion, als Salzfleiſch, Erbſen, Butter, ja ſogar Schiffs⸗ takelage. Die Anſtalten zum Waſſereinnehmen konnte nirgends beſſer ſeyn, als hier. In 24 Stunden nahm man ſeinen ganzen Vorrath an Waſſer mit der groͤß⸗ ten Leichtigkeit ein, und nach 43 Stunden war ein Schiff ſchon im Stande, ſeine Reiſe fortzuſetzen. Freilich waren die Preiſe der Beduͤrfniſſe in St. He⸗ lena hoch. Die Rhede dieſes Eylandes, das als todbringendes Gefaͤngniß Napoleons ewig in der Geſchichte der Welt fortgenannt ſeyn wird, iſt voll⸗ kommen ſicher.

Als Kruſenſtern in St. Helenn die be⸗ ſtimmte Nachricht erhalten hatte, daß zwiſchen Ruß⸗ land und Frankreich der Krieg ausgebrochen ſey,