Teil eines Werkes 
5,1 (1832)
Entstehung
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des Kruſenſtern's befreundeten, obenerwaͤhnten Muhamedaners zufolge, ſollte der Fakir nichts ſo ſehr vermeiden, als Aufmerkſamkeit zu erregen, und er hielt ſich deßwegen, da er allenthalben Aufmerkſam⸗ keit erregte, an keinem Drte lange auf, ſondern reiſte von einem Prte zum andern. Indeß moͤchte ſein taͤg⸗ liches Erſcheinen in den Straßen wohl einen deutli⸗ chen Beweis davon abgeben, daß dieſer Fakir, wie alle Religions⸗Poſſenreißer und Charletane, in der That den Zweck hatte, die Aufmerkſamkeit auf ſich zu zie⸗ hen. Seine große Enthaltſamkeit und Entſagung phyſiſcher Genuͤſſe werden durch Genuͤſſe anderer Art orſetzt, worüber freilich nur der urtheilen kann, wel⸗ cher verſchrobenen Sinn dafuͤr hat, die aber doch fuͤr ſo einen Schwindelkopf große Reize haben moͤgen. Kruſenſtern war nicht wenig erſtaunt, als ihm bald darauf, nachdem er mit ſeinem Bekannten, den Muhamedaner, uͤber dieſen ſonderbaren Menſchen ſich unterhalten hatte, von ihm der Vorſchlag gemacht wurde, dieſen Heiligen mit ſich nach Rußland zu nehmen. Die Unkoſten ſeiner Reiſe wollte der Mu⸗ hamedaner in Gemein ſchaft mit ſeinen Religions⸗ Verwandten in Canton ihm abtragen, und er ſchien keinen Zweifel daran zu haben, daß der Fakir in Ruß⸗ land eine wichtige Rolle ſpielen wuͤrde. Auch war er nicht wenig daruͤber gekraͤnkt, als Kruſenſtern ihm ſeine Bitte gexadezu abſchlug. Den 9. Februar 1806 Morgens um 10 Uhr ſegel⸗