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Maeva, um die Nadeſhda naͤher in Augenſchein zu nehmen, ob ſie nicht vielleicht mehr Kanonen und Mannſchaft habe, als der Capitain angegeben hatte. Nach dieſer Unterſuchung wurde ſogleich ein Lvotſe an Bord geſchickt und den 23. Dezbr. ankerte die Na⸗ deſhda in Whampoa.
Kruſenſtern wendete ſich an das engliſche Haus Beal, Shank und Maquiak, von welchem er die Herren Beal und Shank waͤhrend ſeines erſten Auf⸗ enthalts in Kanton kennen gelernt hatte, um den Verkauf der Schiffs⸗Ladung und den Ankauf der neuen Ladung zu beſorgen: welches ſich nicht fuglich ohne Huͤlfe eines in Kanton etablirten Kaufmanns (da die Ruſſen hier keine Faetorei haben) thun laͤßt. Kruſenſtern hatte ſeiner Seits mehr urſache, mit der Wahl zufrieden zu ſeyn, welche er getroffen hatte, als es das Handelshaus ſeyn konnte, daß auf daſſelbs des Capitains Wahl gefallen war, weil die Beſorgung der Geſchaͤfte Kruſenſterns, aus mehreren Urſa⸗ chen, mit groͤßeren Unannehmlichkeiten verknuͤpft war, als ſie bei anderen Schiffen zu ſeyn pflegt. Pögleich man den Ruſſen ohne die geringſten Hinderniſſe er⸗ laubte, ihren Handel in Kanton zu eroͤffnen, ſo fand ſich doch nicht ſogleich ein Kaufmann aus dem Hong, welcher den Kauf der Ladungen uͤbernehmen, und fur die Schiffe gut ſagen wollte. Die aͤltern Kauf⸗ leute ſcheuten ſich, ſich mit den Ruſſen einzulaſſen, da es ihnen nicht unbekannt war, dab Rußland in


