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eav an. Die Mannſchaft der Newa befand ſich im beſten Wohlſeyn.
Capitain Liſianskoy, Kommandant der Ne, wa, berichtete Kruſenſtern, daß er eine ſehr rei⸗ che Ladung von Pelzwerk aus Kodiak und Sitka an Bord haͤtte, von welcher er glaubte, daß der Be⸗ trag hinlaͤnglich waͤre, beide Schiffe mit chineſi⸗ ſchen Waaren zu beladen. Dies bewog Kruſen⸗ ſtern, mit der Nadeshda nach Whampoa zu gehen. Er hielt alſo um den dazu noͤthigen Paß und um einen Lootſen an; der in Maeao reſidirende Mandarin verweigerte aber ihm beides, wie der Ca⸗ pitain wohl erwarten konnte, da er bei ſeiner Ankunft in Maeao erklaͤrt hatte, nicht nach Whampoa ge⸗ hen zu wollen. um dieſe Mißverſtaͤndniſſe ſobald als moͤglich zu beendigen, entſchloß ſich Kruſenſtern ſelbſt nach Canton zu reiſen. Er gab daher das Kommando der Nadeshda ſeinem erſten Lieutenant Makary Ratmanoff ab, und begab ſich an Bord der Newa, auf welcher er in Whampoa am s. Dezember ankam, und von dort ſogleich nach Can⸗ ton fuhr. Man machte zwar in Betreff der Na⸗ deshda einige Schwierigkeiten; da aber Kruſen⸗ ſtern ſich dazu verſtand, die Zollgebuͤhren und ge⸗ woͤhnlichen Abgaben eines Kauffartheiſchiffes zu be⸗ zahlen, ſo erhielt er nach einigen DTagen die Erlaub⸗ niß, ſein Schiff nach Whampoa kommen zu laſſen. Doch ſchickte man einige Perſonen von Canton nach


