Teil eines Werkes 
5,1 (1832)
Entstehung
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Wohnſiß hier aufgeſchlagen haben koͤnnten, ſo gab er dem Lieutenant Loͤwenſtern den Befehl, in dieſem Falle ſich nicht weit vom Uſer zu entfernen, und ſich bei irgend einer verdaͤchtigen Bewegung ſogleich wie⸗ der einzuſchiffen. Die Drs, Hyorner und Tile⸗ ſius begleiteten den Lieutenant. Um 2 Uhr fuhren ſie ab; das Schif hielt indeh.

Nach einer Fahrt von einer halben Stunde lan⸗ dete das Boot dem Dorfe gegenuͤber. Drei Bewoh⸗ ner, die, der beſſern Kleidung nach zu urtheilen, Chefs ſeyn mußten, gingen, ſo wie das Voot ſich dem ufer naͤherte, ihm ſogleich entgegen. Ein jeder von ihnen batte einen Fuchsbalg in der Hand, welchen ſie in die Luft ſchwangen, und dabei ſo laut aufſchriern, daß man es deutlich am Bord horen konnte. Löwen⸗ ſtern und ſeine Begleiter ſtiegen indeß an⸗s Land, wo man ſie mit vieler Herzlichkeit umarmte. Das Weitergehen ſchien man ihnen aber gewiſſermaſſen zu verweigern. In demſelben Augenblicke kamen die Be⸗ wohner des ganzen Dorfes auf ſie zu, und da ein je⸗ der von ihnen mit einem Dolche, die Chefs aber mit

Saͤbeln bewaffnet waren, ſo ſchien dieſer Empfang

ihnen zu verdachtig. Loͤwenſtern ſchiffte ſich daher, ſeines Capitains Befehlen gemaͤß, ſogleich wieder ein. Er landete indeß an einem andern Theile der Vai, etwas nördlicher von dem erſten Landungsorte, und unterſuchte einen See, der nicht weit hinter einer kleinen Anhoͤhe lag, und ſich tief in's Land hinein zu