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einige Spüren von Vegetation getwahr. Das Wetter ward truber, es regnete und ſtuͤrmte. Den 9. Auguſt ſah Kruſentern die Nordſpitze von Sachalin deutlicher, wie geſtern; auch das Nordweſt⸗Cap von Sachalin. Dieſe beiden Vorgebirge, welche die Nordkuͤſte von Sachalin ausmächen, nannte er Ma⸗ ria und Eliſabeth. Erſteres liegt in 64 0 47 30“ N. und 2172 42* 46 W., letzteres in 64 24 30 R. und 247 43 30“ W. Vor dem Cap Maria iſt ein grfaährliches Felſenriff bei heftigen Stroͤmungen. Zwi⸗ ſchen beiden Caps bildet ſich eine große Bai von an⸗ ſehnlicher Vertiefung. Das Land war in dieſer Bai groͤßtentheis von mäßiger Hoͤbe, und an einigen Stez⸗ len ſo niedrig, daß man mit Gewißheit einen ſehr guten Hafen verborgen zu finden glaubte. Ihn ſu⸗ chend ſteuerte man in dieſe Baj. Man fand ſich be⸗ trogen. Indeß entdeckte man in der Naͤhe des ſuͤd⸗ weſtlichen Ufers am Fuß einiger Berge ein Thal, welches in einer aͤußerſt reizenden Gegend lag, und in demſeiben ein großes Dorf, worin man 27 Haͤuſer zäblte. Fuͤnf und dreißig Perſonen ſaßen am Ufer in einer Reihe verſammeit. Dieſe waren die erſten Be⸗ wohner von Sachalin, die man ſab, ſeit die Na⸗ deshda die Patience⸗Bai verlaſſen hatte. Hru⸗ ſenſtern ſchickte den Lieutenant Lowenſtern an das Land, um einige Nachrichten uͤber ſie und ihr Land einzuzieben. Da er aber vermutbete, daß auch Tataren von der gegenüberliegenden Kuͤſte ihren


