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haupt auf der ganzen Fahrt von Japan geherrſcht batte. Nach einer halben Stunde ſah er ploͤtzlich Land vor ſich, welches eine umaͤhlige Menge Voͤgel, viel⸗ leicht die einzigen Bewohner dieſes Eylandes, um⸗ ſchwaͤrmten. Die Inſel lag im 480 16“ 20“ d. L. und 2060 4s“ 00“ d. Br⸗, mußte daher die zebnte von den Kurilen ſeyn, und Mußir heißen.
Jetzt glaubte Kruſenſtern keine Inſel mehr anzutreffen, da ſein Curs DN. und NOO., und der Lauf des Schiffes mit einem friſchen Suͤdoſtwinde bei⸗
nahe fuͤnf Knoten ſtark war. Allein zu ſeinem nicht
kleinen Erſtaunen ſah er um 1 Uhr vier kleine Fel⸗ ſeninſeln, von denen eine kaum uͤber die Oberflaͤche des Waſſers hervorraste. Da der Wind jetzt ſehr
ſark wurde, mit dickem truͤben Wetter, und der Wind
alſo gegen das Land trieb, konnte Kruſenſtern, nicht wie er wollte, dieſe Inſeln umfegeln, ſondern wurde immer gegen dieſelben zuruͤckgetrieben. Man ſah in NO. ein hohes Eyland in Nebel. Es blieb Kruſenſtern jetzt nichts uͤbrig, um ſomehr, da alle Anzeichen eines Sturmes vorhanden waren, als einen Ausweg in's Ochotskiſche Meer zu ſuchen. Er ließ daher alle Segel einnehmen, und ſteuerte unter ganz gerefften Marsſegeln um 64 Uhr SW., WSW., W. und WN. Er konnte ſich ſehr glucklich ſchaͤtzen, daß er in einem heftigen Sturme bei einem Laufe von s bis o Knoten, und ſo truͤbem Wetter, daß man nicht 6o Faden weit ſah, nicht auf eine Inſel oder


