9¹
gepflaſtert. Die geraͤumigen Haͤuſer ſind wegen der ſtarken Winde mit Rohr gedeckt und enthalten nur ſehr einfache Geraͤthe. Betritt man die Stadt auf der Seite des Schloſſes, ſo hat man einen herrlichen Anblick der ſchoͤnſten Gebaͤnde, des Gartens der Kompagnie und der Springbrunnen, welche aus einer Spalte des Tafelberges ſich fullen. Die Frauen⸗ zimmer ſind ſo zierlich gekleidet, wie in Frankreich; ſie lieben das Spiel auf dem Klavier mit Geſang. Gaſt, oder Kaffee⸗Haͤuſer gibt es nicht, wohl aber iſt ieder Buͤrger ein Wirth gegen den gewöhnlichen Preis eines Piaſters fuͤr taͤgliche Wohnung und Koſt⸗ Wildpret findet ſich nur einige Meilen im innern Afrikas. Fiſche ſind nicht zahlreich, und nur auf den Tafeln Reicher und Großer; deſto mehr Rebhuͤh⸗ ner, Wachteln und Beeaſſinen. Weintrauben, Zitro⸗ nen, Drangen und Feigen ſind hier ſo vortreßlich, wie in Suropa. Wegen der heftigen Winde werden die Gartenbette mit ziemlich dichten Buchen⸗Hecken umpflanzt; deſſen ungeachtet bengen ſich alle Baͤums nach der Windſeite und treiben auf dieſer gar keins Aeſte. Sobald eine kleine weiße Wolke an der Spitr des Tafelberges ſich zeigt, wird die Luft friſcher; der heftige Wind dauert gewoͤhnlich vom Januar bis zum April; in der Stadt kann man oͤfters von einem Ende der Straße kaum bis zum andern gehen. Die gewoͤhnliche Krankheit am Hay iſt eine Art von Halsweh; die Blattern rafften viele Menſchen weg.


