Teil eines Werkes 
3. Th., 1. Bdchn (1831)
Entstehung
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Der afrikaniſche Feigen-Baum iſt von einer er⸗ ſaunlichen Groͤße. Sein Holz taugt zwar nicht zum Brennen, iſt aber ſehr paſſend zu Bildhauer⸗ und Drechſler⸗Arbeiten.

Der Baumwollen⸗Baum waͤchst durch ganz Afrika in jenen Gegenden, welche nicht uͤberſchwemmt werden koͤnnen. Er traͤgt Bluͤthen und Fruͤchte in Menge. Die Blumen ſind klein, mit roͤthlichen Fä⸗ den umgeben und inwendig mit einigen Purpurfaͤden beſponnen. Sie ſchließen einige ſehr feine, rothliche Staubfaͤden in ſich, welche einen gruͤnen Staubweg umgeben, welcher ſich in einen ovalen und etwas zu⸗ geſpitzten Knopf verwandelt, der anfangs gruͤn iß, nachher aber, wenn er zur Reife kommt, etwas ſchwaͤtzlich wird. Dieſer Knopf reift in 4— 6 Mona⸗ ten, alsdann ſprengt die Materie, welche er einſchließt und die durch die Hitze der Sonne ausgedehnt wird, die Huͤlſe auf und dringt hervor. Eine jede Huͤlſe ſchliet s— 7 Koͤrner von der Groͤße gewohnlicher Erbſen in ſich, welche aber platter und etwas hoͤckeri⸗ ger ſind. Nach der Verſchiedenheit der Koͤrner ſitzt die Baumwolle mehr oder weniger feß. Aus den Koͤrnern entſteht der Baum wieder, welcher 12— 14 Monate nach ſeiner Pflanzung Fruͤchte traͤgt.