ſeaux. Seine Einwohner ſind Biafariſche und Mandingiſche Neger. unter erſteren ſind Goͤtzen⸗ diener, unter letzteren Mahometaner in großer Menge. Dieier ſehr reißende Fluß iſt wegen ſeiner ſonderbaren Fluth gefaͤhrlich: denn das Meer fählt 6 Stunden, und ſteigt nur drei. Man kann ihm auch nur vom De⸗ zember bis in den September befahren, weil die Fluth in dieſen Monaten hoch ſteigt. Vom Pktober bis zum Januar aber iſt der Juſtan, d. h. der Strom des Fluſſes ſo reißend, daß nicht moͤglich iſt, ihn zu uber⸗ waͤltigen. Der Sklaven⸗ wie der Elfenbein⸗Handel iſt bier ſehr betraͤchtlich.
Gesves gegenuͤber wird das Dorf Melam⸗ pagne von Biafariſchen Negern bewohnt, welche mit Sklaven, Gold und Elephanten⸗Zaͤhnen einen anſehn⸗ lichen Handel treiben. Siebenzehn Meilen tiefer als Melampagne gegen Les Biſſeaux iſt die Gegend Malformoſe mit den ſchönſten Baumen von der Welt zum Schiffbaue. Mehr gegen Suͤd iſt der Fluß Dangal ein Arm des Meeres, an welchem das, we⸗ gen ſeines Handels bekannte, Dorf Joli liegt. Die Schwarzen oder ſchwaͤrzlichen, an der Kuͤſte zerſreuten Portugieſen handeln hier ganz allein. Der große Fluß(Rio grande) iſt 12 Meilen gegen Suͤd vom Fluſſe Gesves entfernt. Zwiſchen dieſen beiden find
noch 2 kleine, wenig beſuchte Fluͤſſe. Wenn man die⸗ ſen Fluß, der 80 Meilen von ſeiner Mündung fuͤr große und Heine Fahrzenge ſchiffbar iſt, auffaͤhrt, ſo


