Teil eines Werkes 
3. Th., 1. Bdchn (1831)
Entstehung
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Blumen, welche auss Blaͤttern beſtehen, die einen

mit Staubfaͤden von derſelben Farbe angefullten Kelch bilden; Zaſern, welche einen Staubweg umgeben, der ſich in eine 3 4 Zoll lange Schotte verwandelt. Dieſe iſt mit harten ſchwaͤrzlichen Koͤrnern gefüllt, die denſelben wieder erzeugen.

Zwiſchen dem noͤrdlichen ufer des Niger und dem Fort Arguin liegen 3 große Waͤlder, welche nur aus ſolchen Gummi⸗Baͤumen beßtehen. Der erſte iſt der Wald Sahelz der andere, der wichtigſte, heißt Lebiar und der dritte Afarak. Sie ſind ungefaͤhr 10 Meilen von einander entfernt. Jaͤhrlich werden 2 Gummi⸗Aernten gehalten: die erſte und reichſte im December, die zweite im Maͤrz. Das Gummi der erſten Aernte hat die groͤßten, trocknenſten und reinſten Koͤrner. Man faͤngt ſogleich nach der Regenzeit an, wenn die Feuchtigkeit des Bodens einen reicheren Saft in die Baͤume getrieben hat, welche die Hitze der Sonne gehoͤrig gekocht und reif gemacht bat, ohne ihn auszutrocknen. Anders iſt es bei dem zweiten Sammeln des Gummi, welches nur die bren⸗ nende Hitze allein empfunden hat. Es wird daher nur durch Einſchnitte in die Baͤume gewonnen, durch welche man den zuruͤckgebliebenen Saſt herauszutreten zwingt.

Die drei Mohren⸗Staͤmme Terarza, Aula⸗ delbagi und Bragena beſchäftigen ſich mit dem Summi⸗Sammeln. Das Gummi wird nach einem