Teil eines Werkes 
3. Th., 1. Bdchn (1831)
Entstehung
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1) Die Inſel Terceira, von 7 Meilen im Durchſchnitte und 12 Meilen im Umfange, iſt ſehr fruchtbar und bevoͤlkert. Ihre Hauptſtadt Agra, d. i. offener Hafen, iſt der Sitz eines Biſchofs, hat s Kirchſpiele, 4 Moͤnchs⸗und 4 Nonnenkloͤſter. Die Gerichtsbarkeit des Biſchofs erſtreckt ſich uͤber alle Inſeln, wie das ehemalige Tribunal der Inguiſition. Die Stadt iſt gut gebaut und hat gerade Straſſen. Der anſehnliche Flecken La Praya iſt 4 Meilen von Angra entfernt. Das Dorf St. Sebaſtian ſoll 20,000 Kommunikanten haben. Auf dieſer Inſel kann man vor Angra und Praya landen; ſie bringt viel Getraid und wenig Wein hervor, iſt aber ſehr reich an Hornvieh, Schafen, zahmen und wilden Gefluͤgel und allen Arten von Fruͤchten.

2) Die Inſel Fayal hat nur eine Stadt glei⸗ chen Namens mit 3 Kirchſpielen und 4 Kloͤſtern. Sie zaͤhlt im Ganzen s000 Kommunikanten, welche ein

DOffizier(Capitaine major) regiert. Das Fort iſt mit⸗ telmaͤßig beſetzt. Der ſogenannte Fayal⸗Wein iſt nicht von dieſer Inſel; denn ſie erzeugt keinen; ſondern von der nur 4 Meilen entfernten Inſel Pik, auf welcher die Bewohner jener alle Landhaͤuſer haben. Dieſe Inſel hat trocknen Boden, iſt ſteinigt, und ſehr geſchickt zum Weinbaue. Sie hat eine Laͤnge von 12 Meilen von gegen Weſt bei einer viel geringeren

und ungleichen Breite.

3) Die Inſel St. Georg zwiſchen Fayal