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3) Das Land der Kaffern, welches in ſeinem ungeheuren umfange alles innere Land bis Nigri⸗ tien und das Vorsgebirge der guten Hoff⸗ uung in ſich ſchließt, wird von einer großen Menge, groͤßtentheils wilder, grauſamer und menſchenfreſſen⸗ den Voͤlker bewohnt, wie z. B. die in Makoko, Gingiro und Jager. Die Bewohner von Mo⸗ noemugi und Monomotapa, zweier maͤchtiger und goldreicher Laͤnder, ſind weniger wild. Die Kafern an den Kuͤſten ſind im hoͤchſten Grade ſchmu⸗ tzig, faul und dumm, und koͤnnen kaum einige artiku⸗ lirte Toͤne hervorbringen. Die Hollaͤnder hatten am Vorgebirge der guten Hoffnung eine bedeutende Niederlage; bier ſind die Eingebornen
weniger wild.
II. Die bewohnten Inſeln Afrikas finden ſich in dem großen Weltmeere und im indiſchen Meere. Zu den erſtern gehoͤren die azoriſchen Inſeln zwiſchen 38o und 400 noͤrdl. Br. und 3480 und 362 Laͤnge; ſie ſind ungefaͤhr 300 Meilen von
den ſpaniſchen und 420 von den afrikaniſchen Kuͤſten entfernt. Dieſer Inſeln ſind neun: Derceira, St. Michael, Fayal, St. Maria, St. Georg, La Grazioſa, Pik, Flores und Korvo. Sie
wurden 1449 von Gonzalvo Velho fuͤr den Koͤnig von Portugal entdeckt. Den Namen Azores erhiel⸗ ten ſie von den vielen Sperbern, welche man bei der erſten Niederlaſſung anttaf.


