Teil eines Werkes 
3. Th., 3. Bdchn (1831)
Entstehung
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hier eine Stunde verweilt hatten, ſo machten ſie ſich auf den Weg, unter dem Geleite eines Wegweiſers, den S. Katharinenberg zu beſteigen, woſelbſt ſie den andern Dag ankamen.

Auf ſteilen, faſt unerklimmbaren Pfaden ſtiegen ſie den Berg hinan. Der Wind war hier ſchneidend kalt. Dieſer Berg iſt der hoͤchſte unter allen Bergen umher, und iſt nach der Meinung einiger Gelehrten der bib⸗ liſche Verg Horeb.

Henbgeſtiegen beſuchten die Reiſenden den be⸗ ruͤhmten Felſen Meribah von Granit, woraus die Quellen Waſſers ſtuͤrzten, die Mo ſes Stab eroͤfnet haben pll. Sie eilten nun dem Kloſter wieder zu, ſich hetzlich nach ihrem guten Lager ſehnend, und mochten eine Stunde etwa den Felſen verlaſſen haben, als ſit ploͤtzlich von 12 gut bewaffneten Arabern, worun er drei Scheiks waren, umringt und trotz alles Straͤuſens, da ſie leider unbewaffnet waren, gefan⸗ gen gerommen wurden.

Dieſe wilden Araber hatten von dem Kloſter Brod erpreſſen wollen, allein keines erhalten; ſie be⸗

gelangt, welches eine halbe engl. Meile breit und einige Meilen lang iſt, und außer noch einer kleinen Ebene mit einem Felſenhügel in der Mitte, erſcheinen rund um den Berg we⸗ nige fteie Raͤume.

S.