Teil eines Werkes 
3. Th., 3. Bdchn (1831)
Entstehung
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elenden Dorfe Ad jerud, mit wenigen zerſtreuten Baͤumen. Vier Meilen davon liegt die Stadt Suez- Von da verfugte ſich Carne nach dem Strande des rothen Meeres, das hier ſchon ſchmal und flach iſt und 3 engl. Meilen weiter hinauf ſich endiget. Am folgenden Morgen ging es um die aͤußerſte Spitze des rothen Meeres, dann betrat man die Wüſte Sinai und ſah 46 Waſſerpfuhle, Moſes Quellen ge⸗ nannt, welche er aber ſchwerlich jemals mit ſeinem Stabe ſchuf. Man paſſirte dann das Thal Paran⸗ Außer der Caravane ſahen die Reiſenden mehrere Tage kein lebendes Geſchoͤpf. In ſolcher Lage glaubt man Regent einer todten Welt zu ſeyn⸗ und kann eine Zeit lang die ungewohnte Lage in einer ſolchen Ein⸗ ode behaglich ſinden. Nach einigen Tagen wurde der Weg weniger einfoͤrmig, wegen abwechſelnder Thaͤler mit ſparſamen Palmen, oder Felſen mit dunkelgruͤnem Geſtraͤuch und wegen doch ofterem Begegnen von klei⸗ nen Caravanen oder einzelnen Reitern. Schoͤn iſt in Aegypten der untergang der Sonnez aber noch ſchoͤner iſt ein Sonnenaufgang in der Wuͤſte⸗

obgleich man in der Morgenkaͤlte Schauer empfindet. Viele gluhende Strahlen entſtehen und verſchwinden und eine Zeit lang iſt der Himmel blau und klar;

vlötzlich ſtrahlt aber die Sonne am Horizont und ver⸗ hreitet ſich raſch uͤber Sand und Felſen, ſo daß man wohl begreift, wie ein perſiſcher Feueranbeter

der oder Iman von der Spitze des Minarets den Preis