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Thebais in einer noch jetzt reizenden Gegend gren⸗ zen, aus. Gegenuͤber liegt das Gebirge mit hohen und ſteilen Spiten. Am Fuße des Tempels zu Lu⸗ ror fließt der Nil; aber die Ruinen erſtrecken ſich weit jenſeits des Fluſſes bis an die ſchrsclichen Ab⸗ gruͤnde und an die Sandſeppen.
Am folgenden, ſehr ſchwuͤlen DTage befucht⸗ Car⸗ ne das Memnynium am jenſeitigen Ufer, deſſen Hie⸗ roglyphen kriegeriſch und die Saͤulen glatt und ſchmuck⸗ los, die Capitaͤler hoͤchſt einfach und ohngefaͤhr wie in dem Dempel zu Carnak und Luxor faſt doriſch ſind. Die Vorderſeiten vieler dieſer Saͤulen bilden Pſirisſtatuen faſt 30 Fuß hoch, mit uͤber die Bruſt gefalteten Haͤnden und mit verzerrten Geſichts⸗ Zugen.
Anderthalb engliche Meilen davon ſtehen die ſchoͤ— nen Ruinen von Medinet Abou, welche zugleich ein Tempel und eine Monarchenreſidenz waren. Zwi⸗ ſchen dieſen Ruinen liegen in dieſer Steppe, mit ſchwarzen nakten Felſen und glaͤnzenden ſcharfen San⸗ de, Thebens vormalige Graͤber und Grabgewoͤlbe, welche nun beraubt ſind. Man hat ſie abgebrochen, die Mumien herausgeriſſen, um ſie fortzuſchleppen, oder ſie des koſtbaren und gut bezahlten Gummi's zu berauben. Man findet zerſtreut auf den entweihten Grabſtätten die Knochen und unverweſeten Fleiſchſtuͤcke, die ferne Geſchlechter malen werden. Carne ergriff unter den ſo zerſtreuten Mumienreſten den zierlichen


