Teil eines Werkes 
3. Th., 3. Bdchn (1831)
Entstehung
Einzelbild herunterladen

323

ſchon Corfu vor uns hatten. Ich bedauerte beſon⸗ ders, dieſe Inſel nicht beſuchen zu koͤnnen, die mir ſo merkwuͤrdig iſt durch meinen Groß⸗ Dnkel von vaͤterlicher Seite, der dieſelbe der Republik Vene⸗ dig rettete. Aus Erkenntlichkeit fuͤr ſeine Dienſte errichtete ſie ihm auf derſelben Inſel, die er ſo tapfer vertheidigte, eine Statue. Wenn auch die Eitel⸗ keit uͤber eine lange Reihe von Ahnen laͤcherlich iſt, ſo iſt es doch gewiß erlaubt, auf

die Tugenden und die gleichreichen Thaten ſeiner

Vorfahren ſtolz zu ſeyn. Ich ſetze alſo mit Freuden folgende Stelle aus einem neuern Schriftſteller*) hieher, welche meines Oheims erwaͤhnt und ein treues Bild ſeiner kriegeriſchen Vorzuͤge und ſeines edlen Charakters gibt:„Ein Mann leiſtete damals den „Venetianern unſterbliche Dienſte. Als Beloh⸗ „nung ſeiner verſchiedenen Eroberungen und fuͤr die „Erhaltung von Corfu, verlangte der Graf von „Schulenburg nichts, als Duldung ſeiner Glau⸗ „bensgenoſſen, der Proteſtanten, im Venetianui⸗ „ſchen Gebiete. Nie hatte der kriegeriſche Ehr⸗ „geiz edlere Abſichten und nie empfing er wuͤrdigere „Vergeltung.“

Wir hatten das Adriatiſche Meer erreicht,

*) Bignon in ſeinem Werke: Sur les cabinets et les peuples etc.