Teil eines Werkes 
3. Th., 3. Bdchn (1831)
Entstehung
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Arzt ihre Zunge zu ſehen verlangte. Der Schleier verſchob ſich dann meiſt und ließ die Augen des Arz⸗ tes verfuͤhreriſche Reize ſehen. Doktor Marpugo war ſo boshaft zu behaupten, daß es immer die artig⸗ ſten Frauen waͤren, die am oͤfteſten vorgeben krank zu ſeyn und daß er wenig oder nie alte und haͤßliche Perſonen zu behandeln bekaͤme.

Gegen Ende unſeres Aufenthaltes im Palaſte Ibrahims beſuchten uns, der Gefahr der Anſteckung rrotzend, mehrere von unſern Bekannten in Alexan⸗ drien. Mitte Juni, nach einem Aufenthalte von 6 Wochen verkuͤndete man uns, daß die Flotte des Vi⸗ zekoͤnigs auslaufen wuͤrde und daß dann das Embargo, was auf die andern Schiffe gelegt war⸗, gaͤnzlich auf⸗ gehoben werden wuͤrde. Wirklich gab uns der Paſcha, aus beſonderer Gunſt, am 16. dieſes Monats, einige Tage fruͤher, ehe es den andern Schiffen erlaubt war, die Erlaubniß den Hafen zu verlaſſen. Wir wurden aber noch bis zum 17. durch widrige Winde zuruͤckge⸗ halten. Endlich war der ſo lange erſehnte Angenblick unſerer Abreiſe gekommen. Wir ſagten Aegypten Le⸗ bewohl und bald hatten wir ſeine Kuͤſten aus dem Geſichte verloren. In der Jahreszeit, in der wir uns befanden, konnten wir auf eine langwierige Reiſe rechnen. Auch hatten wir wirklich beinahe beſtaͤndig widrigen Wind. Da unſer Ziel der Hafen von Trieſt war und der Wind jmmer von Nordweſt wehte, ſo

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