252 gleitet von dem Herrn des Hauſes, einem Janitſcha⸗ ren, der vor uns herritt und einigen Arabern, welche zu meinen Seiten herliefen und mein Maul⸗ thier leiteten. Ich lernte auf dieſe Art Cairo und ſeine Umgegend in allen Richtungen kennen. Einige⸗ mal verlaͤngerten wir unſern Spazierritt bis zu meh⸗ reren Stunden, und da mußte ich erſtaunen uͤber die Unermuͤdlichkeit meiner Araber, welche, um unſern Maulthieren zu folgen, aus allen Kraͤften durch den gluͤhend heißen Sand und auf den ungleichen Wegen zu laufen, gezwungen waren. Sie dauerten mich ſehr, aber in allem zeigte ſich ihr guter Wille, ihre Geduld, ihre Sanftmuth. Allein die Gewohnheit macht, daß dieſe armen Leute ſolche muhſamen Ar⸗ beiten ertragen koͤnnen. Sehr fruhe gewoͤhnen ſie ſich daran, denn die Tauſende von Eſeln, deren man ſich in Cairo bedient, um ſich von einem Cheile der großen Stadt zu einem andern zu begeben, ſind immer begleitet von einem Fuͤhrer, der oft kaum der Kind⸗ heit entwachſen iſt. Was die afrikaniſchen Eſel be⸗ trifft, ſo ſind ſie nicht von der ſchlechten Rage, wie die unſrigen. Sie ſind lebendig, raſch, laufen gewoͤhn⸗ lich einen kleinen Trab, ihr Gang iſt ſehr gleichmaͤßig und angenehm, und auf der Reiſe ſind ſie kaum zu ermuͤden. Die Sättel, deren man ſich bedient, ſind ganz eigen; die fuͤr Frauen ſind ſo hoch, daß man auf ihnen, wie auf einem Throne ſitzt, die Fuße ge⸗ kützt auf den Nacken des Thieres. Ich konnte mich
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