Teil eines Werkes 
3. Th., 3. Bdchn (1831)
Entstehung
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Geld haͤtte man erſparen koͤnnen, wenn man den Ka⸗ nal in einer mehr geraden Linie angelegt und an vie⸗ len Stellen nicht ſo tief gegraben haͤtte. Die Folge war der große Nachtheil, daß unterirdiſche Quellen ſich mit dem Nil⸗Waſſer vermiſchten, wodurch das Waſſer im Kanal ſalzig und fuͤr die Bewohner von Alerandrien unbrauchbar wird. Das anfaͤngliche Projekt des Paſcha oder Vüekonigs, der die Idee zu dieſem Kanale angab, war ungeheuer und wuͤrdig des unternehmenden Geiſtes dieſes außerordentlichen Man⸗ nes. Es war die Aufgabe, dem Arm des Nils, der bei Roſette vorbeifließt, eine ganz andere Richtung zu geben und ihn nach Alexandrien zu leiten. Auf dieſe Art haͤtte der Nil auch zur Befeſtigung der Stadt dienen koͤnnen. 2

Fuͤr den geſellſchaftlichen umgang geſchieht in Alerandrien ſehr wenig und dies waͤre doch ſo leicht bei der Menge der hier wohnenden Europaer und den haͤufigen Reiſenden, wenn nur mehr Ein⸗ tracht unter den einzelnen Gliedern herrſchte; aber ſo viele verſchiedenen Intereſſen, verbunden mit der Kleinkaͤdterei einer Provinzial⸗Stadt, koͤnnen unmog⸗ lich den Aufenthalt ſehr reizend machen.

Die entopaiſchen Kaufleute in Alexandrien klagen ſehr und mit Recht uͤber den gegenwaͤrtigen Stand der Dinge. Der Handel iſt vollig in den Hän⸗ den des Paſcha, der vielleicht darin nicht unreckt hat, indem er ſich dieſes Zweiges der Induſtie bemaͤchtigte,