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ter der Erde, und iſt in dichte Felſen gehauen. Der vormals ſehr ſchmale Eingang wurde durch die haͤufi⸗ gen Beſuche nicht ohne Muͤhe erweitert. In dem Tempel befand ſich ein ſchoͤner in den Felſen gehaue⸗ ner Dom, mit z ſchoͤnen Thoren, von welchen eines zum Eingange dirute, die uͤbrigen hingegen Niſchen zu Gräbern oder Sarkophagen bildeten. Der Felſen beſtand aus Kalkſtein. Die Gaͤnge und Katakomben, welche uͤber den Dempel hinaus gingen, laſſen vermu⸗ then, daß es hier mehrere ſolche Tempel gegeben habe. Dieſe Gaͤnge waren jetzt mit Erde und Thier⸗ knochen beinahe ausgefuͤllt; Menſchenknochen bemerkte man wenig. In der Nachbarſchaft dieſes Tempels ſtiegen wir in eine hohe geraͤumige Hoͤhle hinab, in welcher, wie man glaubt, die Stelle geweſen iſt, in der man die Leichname einbalſamirte. Außer dem Wege auf der Landſeite ſcheint es urſpruͤnglich auch noch einen Eingang zum Tempel auf dem Waſſer ge⸗ geben zu haben, indem nahe an ſeinem Eingange vorn in der Fronte eine kleine Bucht hinlaͤuft. Dieſen Tempel koͤnnen die Alten nicht ohne unbeſchreibliche Mühe und Arbeit aufgefuͤhrt haben. Die Bildhauer⸗ Arbeit uͤber der Thuͤre, unter denen ſich ein Halb⸗ mond und im Mittelpunkte eine Roſe befindet, ſind vortrefflich gerathen.
Den 24. ſchieten wir uns am Vord einer Kor⸗


