Teil eines Werkes 
3. Th., 2. Bdchn (1829)
Entstehung
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Auf dem Ufer an der Kanal⸗Mündung, welcher aus dem Nil nach Hallouan geht, ſahen wir eine ſteinerne OPberflaͤche, welche die Spur von einem Ge⸗ baͤude war, das in alten Zeiten auf dieſer Stelle geſtanden hatte. Wir hielten es fuͤr die Ueberreſte des Mekias, welcher ſonſt zu Hallouan ſtand.

Auch beſuchte ich den Mekias auf der Inſel Ravudha. ueber der Thuͤre des Mekias ſtand folgende franzoͤſiſche Ueberſchrift: Im 9. Jahre der franzoͤſiſchen Republik, und im 1248. Jahre der Hedſchra, und zwar 30 Monate nach der Eroberung Aegyptens durch Bo⸗ naparte, hat der Ober⸗General Menou den Mekias ausbeſſern laſſen. Aus dem täg⸗ lichen Steigen des Riles, welches der Verfaſſer genau angab, erhellt, daß der Nil im Jahre aso1 gegen 27 Fuß und einen Zoll geſtiegen, und daß er vom s. Dktober 18o bis zum 4. Februar 1802, wo ich Ka⸗ hira verlaſſen und nach England zuruͤck kehren wollte, us Fuß gefallen iſt. Der Schlamm, welchen der Nil waͤhrend der Ueberſchwemmung abſetzt, hat eine ſchwaͤrzliche oder dunkle Bleifarbe; trocken aber wird er lichter und bekommt eine gelblich braune Farbe. Da er aus einem großen Theil von Thonerde beſteht, ſo bekommt die Pberflaͤche des Landes, fobald ſie trocken wird, tiefe Riſſe. Auf verſchiedenen ebenen