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ten iſt. Sie beſteht in einer Mauer von Steinen mit
mehreren Thuͤrmen, welche ſich von dem oͤſtlichen Nil⸗Ufer bis an die Berge erttrecken.
Der Reis⸗Effendi ſchenkte mir um dieſe Zeit eine
Mumie, welche aus den Katakomben von Sakara
gekommen war. Die Perſon, 16— 48 Jahre alt, be⸗ fand ſich in einem leidlich gut erhaltenen Kaſten, wel⸗ cher aus Sykomorholz gemacht war. Sein Deckel war mit einer Menge hieroglyphiſcher Gemaͤlde und ande⸗ rer aͤgyptiſcher Figuren geſchmuͤckt. Den 26. machte ich eine Reiſe nach dem Dorfe Turrah, das gegen s Meilen von Kahira in dem an den Nil ſtoßenden Gebirgs⸗Lande liegt. Ein Theil von der Mauer, die am Nil⸗ufer aufaͤngt, und die Graͤnzen zwiſchen Ober⸗ und Nieder Aegypten macht, geht an dieſem Dorfe vorbei. Auf dem duͤrren und holperigen Berge, auf welchem die Mamelucken ein Kaſtell errichtet hatten, hatte ich eine ſehr ſchoͤne und weite Ausſicht auf die
Weſtſcite des Nil, wie auf Kahira und eine große
Menge von Doͤrfern. Das neulich geſaͤte Getreide gab den Feldern ein blaßgrunes Anſehen, das in Ver⸗ bindung mit dem dunklen Laube der Baͤume und Ge⸗ ſraͤuche die Szene ſehr mannigfaltig machte. Sie war lebhafter, als ich ſie noch bisher in Aegypten geſe⸗
hen batte.
Das Kaſtell, welches die Frantoſen inne hatten. 42t4 B. Aegypten. III. 2. 8


