in einem ſehr verfallenen Zuſtande, weil die Haͤuſer von den Franzoſen zerſtoͤrt wurden, um die Stadt in einen beſſern Vertheidigungsſtand ſetzen zu koͤnnen.
Gegen Suͤden von Groß⸗Kahira, und zwar unmittelbar bei Alt⸗Kahira, leitete eine ſehr ge⸗ raͤumige Waſſerleitung von nicht weniger als 300 Bo⸗ gen das Waſſer aus dem Nile nach dem Palaſte des Paſcha in die Zitadelle. Die Franzoſen fuͤllten die Zwiſchenraͤume zwiſchen den Bogen aus, und machten ſie auf dieſe Art zu einer Schutzwehr.
Was die Natur⸗Erzeugniſſe in dieſem Theile Aegyptens betrifft, bemerken wir Folgendes: Die aͤgyptiſchen Pferde zeichnen ſich eben ſo ſehr durch ihre vortrefflichen Eigenſchaften, als durch ihren ſchoͤnen ſymmetriſchen Bau aus. Die Mamelucken und die Tuͤrken ſind zu Kahira die einzigen Perſonen, welche auf Pferden reiten duͤrfen, die uͤbrigen Einwohner muͤſſen ſich der Eſel und Mauleſel bedienen.
Die Frauenzimmer reiten, wie die Maͤnner, mit ausgeſpreitzten Beinen, und gleichen in ihrem ſchwar⸗ zen und dunklen Anzuge einer Maske in einem ſchwar⸗ zen Domino. Kamele und Eſel werden zu Laſtthieren gebraucht. Die Kuͤhe und Ochſen ſind ſchoͤn, aber klein. Die ſehr ſchoͤnen Ziegen geben viel Milch, und haben außerordentlich lange Ohren.


