2¹5
Die Straßen Kahiras ſind außerordentlich enge, gewaͤhren aber eben dadurch den Einwohnern einen faſt ununterbrocheuen Schatten. Auch werden ſie durch haͤufiges Beſprengen mit Waſſer kuͤhler und ange⸗ nehmer.
Waͤhrend die Großen und Reichen der Stadt ſchwelgen, arbeitet die zahlreiche Klaſſe der armen Einwohner, unter einem Obdache gegen die gluͤhen⸗ den Stralen der Sonne geſchuͤtzt, unaufhoͤrlich, und ſieht immer heiter und frohlich aus. Dieſe ſehr arme Volksklaſſe ſchläͤft und wohnt mit ihren Thieren in Schmutz und Elend. Die Palaͤſte der Beys ſind ge⸗ raͤumig und mit hohen Mauern umgeben; ſie haben einen großen Eingang und keine Fenſter, wenigſtens nicht nach Außen im Erdgeſchoße.
Die Moſcheen nahmen zu Kah ira große Stre⸗ cken ein, und ſind ſehr zahlreich. Die Minarets der Moſcheen haben in der Ferne ein ſchoͤnes Anſehen, die WMoſcheen aber ſtehen denen zu Konſtantinopel weit nach.
Die Laͤnge der Stadt betraͤgt von Nord gegen Suͤd ungefaͤhr 14/2 Stunden, ihre Breite beilaͤuſig nur eine Stunde. Unter ihren Thoren iſt Bab⸗el⸗ Naſſer, das berühmteße.
Auf jedem Kaffee⸗Hauſe befinden ſich eine oder
Wg
mehrere Improviſatoren, welche nach dem Male


