208 ßerſt maleriſchen Anblick gewoͤhrten. Die Einwohner,
ſowohl Maͤnner, als Weiber und Kinder, ſchwammen
von einem Dorfe zum andern, und trugen ihre Klei⸗ der auf dem Kopfe. Viele kamen nach den Pyrami— den, um ſich einen Bockfiſch oder Geld auszubitten. Bei der Vertheilung dieſer Geſchenke geriethen ſie oft mit einander in Streit, wie ſie das Geld theilen, und wie viel ein jeder erhalten ſollte. Wir fuhren zu Waſſer beinahe bis an den Fuß der Berge, auf wel⸗ chen die Phramiden ſtehen. Wir hatten bloß noch ei⸗ nen Weg von ungefaͤhr 10 Minuten zu machen, um zu den letztern zu kommen. Nachdem wir dieſe er⸗ ſtaunungswuͤrdigen Denkmaͤler der Kunſt zu unſrer
Befriedigung unterſucht hatten, kehrten wir nach Ka⸗
hira zuruͤck.
Auf dem Berge Mokatam, welchen die Araber Gibbel Guijſchih nennen, hatten wir eine herr⸗ liche Ausſicht auf Groß⸗Kahira, auf die umlie⸗ gende Gegend, und auf die große ausgebreitete Wuͤſte nach Suez. Wir bemerkten, daß die Nil⸗Ueberſchwem⸗ mung uͤberall auf dem ebenen Lande große Seen und Leiche gebildet hatte. Die Oberflaͤche des Mokatam beſteht aus einer Menge von Subſtanzen, unter wel⸗ chen ein gelber Kalkſtein, den man jedoch zum Baue der Haͤuſer brauchen kann, die vornehmſte iſt. An ei⸗
nigen Stellen ſtießen wir auf eine Miſchung von
Schiefer und Sand; an andern trafen wir einen wei⸗ ten, woichen Kalkſtein, welcher, wenn die Sonnen⸗


