Teil eines Werkes 
3. Th., 2. Bdchn (1829)
Entstehung
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Zur Lanzette haben ſie ein großes Vertrauen, bedienen ſich aber derſelben bloß im Fruͤhjahre. Als einen Beweis von der Geſundheit des ſyri⸗

ſchen Klimas kann man ſowohl die ſehr ſelten vor⸗

kommenden Lungenkrankheiten, als auch die Menge von alten Leuten unter den Einwohnern anſehen, welche oft 100, ja 140 und noch mehrere Jahre alt werden. Befaͤnden ſie ſich in einem mehr eiviliſirten Zuſtande, und lebten ſie unter einer guten Regierungs⸗ form, ſo wuͤrden ſie ſich ſehr vermehren, und bald maͤchtig werden: denn die ſyriſchen Weiber heirathen ſehr jung, und ſind außerordentlich fruchtbar.

Bei einer tuͤrkiſchen Armee trifft man ſchwarze, kupferfarbene, gelbe und weiße Menſchen an. Eben ſo bemerkt man eine große Verſchiedenheit in den Ge⸗ ſichtszugen und eine anßerordentliche Mannigfaltigkeit in der Geſtalt und Groͤße unter denſelben; dieſes kommt von der bunten Zuſammenſetzung, aus welcher ein tuͤrkiſches Heer beſteht. Die Anzahl von Kaufleu⸗ ten, Dienern, Aufwaͤrtern und vom Gefolge aller Art iſt bei einer tuͤrkiſchen Armee ſo betraͤchtlich, daß, wenn man die Armee 20,000 Mann ſtark rechnet, man beinahe die Haͤlfte davon abziehen muß, um ihre Groͤße und Staͤrke richtig zu beſtimmen, wenn ſie in das Feld xucken ſoll. Eine ſolche Menge unuützen Volkes veranlaßt nicht nur viele Nachtheile, ſondern oft auch Mangel an Lebensmitteln. Waͤhrend man auf aͤußere Pracht aufmerkſam iſt, vernachlaͤſſigt man