170 föͤllen in die Doͤrfer der arabiſchen Landleute. Ihre
Waffen beſtehen in einer Muskete mit einem Lunten⸗
Schloſſe, einem Saͤbel und einer langen Lanze, welche ſie in der Hand fuͤhren. Dbgleich ſie mit Musketen bewaffnet ſind, ſo fuͤrchten ſie ſich doch gewaltig vor Feuer⸗Gewehren, und uͤberlaſſen ihrem Gegner das Schlachtfeld, ſobald einige von ihrer Partei niederge⸗ ſchoſſen ſind.
Im Ganzen ſind die Araber, fowohl Beduinen, als Landleute, erfahrne und liſtige Diebe, und zeich⸗ nen ſich eben ſo ſehr durch ihre große Verſtellungs⸗ Kunſt, als durch ihre Treulofigkeit aus. Viele Fel⸗ lahs ſind zum Chriſtenthume uͤbergetreten, haben ſich als Bediente vermiethet, und warten vorzuͤglich die Pferde, welche man ihnen zur Pflege gibt.
Die Doͤrfer in Syrien ſcheinen ſtark bewohnt zu ſeyn; allein wegen der Wanderungen der Einwohner, und weil ſie auch unter Zelten wohnen, kann man unmoͤglich einen richtigen Begriff von der Geſammt⸗ zahl ſeiner Einwohner erhalten.
Die herrſchenden Krankheiten ſind Augenuͤbel, Ruhren, Hautausſchlaͤge, die Blattern, Faul-, inter⸗ mittirende und remittirende Fieber, und endlich die Peſt, welche gewoͤhnlich aus andern Laͤndern ge⸗ bracht wird.
Die Vehandtung der Krankheiten, zu welcher die
Syrer ihre Zuflucht nehmen, iſt eben ſo ſonderbar, als
unmethodiſch, und in enge Grenzen eingeſchraͤnkt.


