Teil eines Werkes 
3. Th., 2. Bdchn (1829)
Entstehung
Einzelbild herunterladen

152

dirſes faſt immer gewoͤhnlich iſt, beerdigt. Den 23. wurde durch den Donner der Kanonen das Beiram⸗ Feſt verkuͤndigt. Es dauert drei Tage, waͤhrend wel⸗ cher die Tuͤrken ſich alle moͤglichen Ausſchweifungen erlaubten, um ſich fuͤr das ſtrenge Faſten in dem vor⸗ ber gehenden Monate ſchadlos zu halten.

Da der 7. Maͤrz ein ſchoͤner Tag war, ſo machte ich einen Spatziergang in die umliegende Gegend von Bishietash, wo ich zum erſten Male in dieſer Jah⸗ rebzeit verſchiedene ſehr junge Laͤmmer ſah. Lamm⸗ leiſch darf in der Luͤrkei nicht eher, ais nach dem Monate April gegeſſen werden. Schweine⸗Fleiſch iſt den Mahomedanern gaͤnzlich verboten. Den 10. ſpuͤrte man zu Galata ein leichtes Erdbeben.

Den 12. war das Wetter unangenehm, kalt, und es ſiel Schnee; waͤhrend der Nacht ſtand der Thermo⸗ meter unter dem Gefrier⸗Punkte. Dieſe uͤble Witte⸗ rung dauerte beinahe mit gleicher Strenge bis gegen das Ende des Monats fort.

Den 2. April begleitete ich den Lord Elgin und ſein Gefolge nach dem Arſenale, um ein Schiff von 74 Kanonen vom Stappel laſſen zu ſehen. Kanonen⸗ Donner, Muſik und andere oͤffentliche Freudens⸗Be⸗ zengungen zeigten dieſes an; auch wurden mehrere

Schafe gevopfert. Der Grobherr ſaß von allen hohen

Staats⸗Beamten und andern Großen des Reichs umringt, auf einem Baleon des Kapitaͤn⸗Paſcha. Eine große Menge von Fahnen vermehrte den Glanz des