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eine marmorne Saͤule, welche man gewoͤhnlich Pom⸗ vejus⸗Säule nannte.
Die tuͤrkiſchen Feſtungen beſtehen groͤßtentheils aus alten, thurmfoͤrmigen Kaſteben auf Anhoͤhen mit bohen Mauern. Auf ihre Ausbeſſerung verwendet man wenig oder gar keine Sorgfalt. Dieſes kommt theils von der Habſucht und Traͤgbeit der Töken, theils von ihrem Glauben an das Schickſal. Im Be⸗ zuge ihrer Feſtungen haben ſie ein altes Sprichwort: Den unglaubigen kommt eszu, Feſtungen anzulegen, den Muſelmaͤnnern aber, ſie zu erobern..
v. Den 23. fuhren wir mit guͤnſtigem Winde aus dem Hafen von Konſtantinopel, gingen Abends von Selivria, einem Hafen am Meere von Marmora, etwas jenſeits Buyukch eckmegi vor Anker. Den naͤchſten Morgen lichteten wir fruͤhe die Anker, und fuhren nach unſerer Beſtimmung fort. Die 3 folgenden Tage uͤberſiel uns zwiſchen den In⸗ ſeln von Marmora(Prinzen⸗Inſeln) und Galli⸗ poli eine Windſtille.
Den 28. gingen wir in den Dardanellen Milo gegenuͤber, in der Bucht von Nagars vor Anker. Wir befanden uns dicht an der aſiatiſchen Kuͤſte, etwa eine halbe Stunde von der alten Stadt Abydos, und ungefaͤhr 3 Meilen von den Schloͤſſern von Cheu⸗ neeally. Wir befanden uns nahe an der Stelle, wo Leander uͤber den Helleſpont nach Seſtos


