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zo Schritte breit iſt. Beide ſind oben gewoͤlbt, und ruhen auf einer großen Menge ſchoͤner Pfeiler, unter welchen viele von verde antibo ſind; dieſe Pfeiler tragen das Gebaͤude. Auf die obere Gallerie gelangt man vermittelſt einer leicht ſich kruͤmmenden, gepfla⸗ ſterten Treppe. Am Ende dieſer Gallerie befindet ſich ein verſchloſſener Platz mit einem vergoldeten Gitter fuͤr den Sultan, wenn er die Moſchee beſucht.
Außerhalb befinden ſich 4 Minarets und Brunnen zur Reinigung fuͤr die Tuͤrken vor dem Gebete. In der Mitte der Moſchee haͤngen viele Lampen, Strau⸗ ſeneier u. ſ. w. als Zierden. Der Boden iſt mit Mat⸗ ten belegt. Wenn man die Moſcheen betreten will, ſo muß man reine Pantoffel uͤber die Stiefel anziehen, ſonſt wurden die Tuͤrken den Chriſten den Eingang nicht geſtatten; nebſt dem muß der Chriſt einen Fir⸗ man von der tuͤrk. Regierung haben.
Den s. Vormittags fuhr ich in einem Bovote den Bosporus hinauf bis zur Stelle, wo er ſich mit dem Meere vereinigt, und ſtieg bei dem entfernteſten Dorfe auf der europaͤiſchen Seite an das Land, wo die Ein⸗ wohner mit dem Einſalzen einer großen Art von Mak⸗ relen ſich beſchaͤftigten. Nahe bei dieſem Dorfe ſteht am ufer ein ſehr geraͤumiger Leuchtthurm fuͤr die Schiffe, welche bei Nachtteit aus dem ſchwarien Meer in den Bosporus laufen. Hier ſtoͤßt ein Felſen im Waſſer an dieſes Dorf; auf demſelben ſtand ehemals


