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Häuſer ſtehen, hat es, in einiger Entfernung betrach⸗ tet, das Anſehen eines ungeheuren Amphitheaters, welches eine ſehr große Strecke Landes einnimmt.
Die Anzahl der Moſcheen, deren beruͤhmteſte die Sophien⸗Kirche, iſt ſehr anſehnlich; verſchiedene derſelben haben einen großen Umfang. Keine hat Glo⸗ cken; aber jede einen oder zwei Minarets, auf welchen die Muedſin(Ausrufer) das Volk zum Gebete zuſam⸗ men rufen. Die Minarets haben in ihrer Geſtalt viel Aehnliches mit einer hohen Kerze, welche oben auf der Spitze ein Loͤſchhorn hat.
Dem groͤßern und maleriſchen Anſehen des Aeu⸗ ßern von Konſtantinopel und ſeiner Umgebung entſpricht nicht das Innere der Stadt, weil die Haͤu⸗ ſer vhne Unterſchied unter einander gebaut, und die Straßen ſehr enge ſind.
Das Serail des Großherrn nimmt die Stelle des alten Byzanz am aͤußerſten Ende des Winkels ein, welchen das Meer von Marmora und der Bosporus bildet. Die vorſpringende Land⸗ ſpitze, auf welcher es ſteht, iſt mit Gruppen von Zy⸗ preſſen bedeckt, welche den praͤchtigen Gebaͤuden, aus der Palaſt beſteht, eine erhabene Wirkung geben.
Auf der gegenuͤber liegenden Seite des Hafens ſtehen die Vorſtaͤdte Galata, Pera und Tho⸗ phana; und auf der aſiatiſchen Kuͤſte der Spitze des Serails gegenuͤber liegt die Vorſtadt Skutari⸗


