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Vezier in das Feld ruͤcken. Die angeſehenen Beamten beurlaubten ſich, und der Groß⸗Vezier begleitete den Mufti bis an ſeinen Wagen, welcher in einem kleinen bedeckten, und mit Scharlachtuche uͤberzogenen Fuhr⸗ werke beſtand.
Nach Beendigung dieſer Feierlichkeit wurden die engliſchen Pffiziere durch den Reis⸗Effendi(den Staats⸗ Sekretaͤr der auswärtigen Angelegenheiten), dem Groß⸗ Veziere vorgeſtellt. Er ſaß in der Scke eines nach tuͤr⸗ kiſchem Geſchmacke reich moͤblirten Zimmers, von ei⸗ ner großen Menge reich gekleideter Bedienten und Stummen umgeben. Nachdem ſich die Dffiziere nie⸗ dergelaſſen hatten, brachte man ihnen nach Landes⸗ ſitte Tabakspfeifen, Zuckerterk, Kaffee, Scherbet, Roſenwaſſer und andere wohlriechende Sachen. Nach einer ausgezeichneten Behandlung entfernten ſie ſich.
Den 22. April erfolgte in dem Kiosk(einem auf allen 4 Seiten offenen Luſthauſe) zu Kaithana eine zweite Zuſammenkunft, wo der Groß⸗Vezier einen Cheil turkiſcher Artillerie und ein Korps Infanterie zur Revue und Artillerie⸗Uebungen verſammeit batte. Erſtere verdienten Lob, letztere gar keines⸗
Den 20. Mai nahm der Groß⸗Vezier von dem Sultan Abſchied, fuhr nach Scutari, wo ihn un⸗ terwegs die Kanonen auf der Spitze des Serail be⸗ willkommten. In den Straßen zu Seutari, durch welche er ſeinen Wes nahm, ſtand ſowohl Infanterie als Kavallerie. Seine Begleitung beſtand aus dem


