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Mit gutem Winde fuhren wir nach Tino, ka⸗ men dann nach Chio, und landeten endlich zu Smyrnn. An der außerordentlichen Milde der Luft erkannte ich das uͤppige Jonien. Mein Aufenthalt zu Smyrna zwang mich zu einer neuen Verwand⸗ lung; ich mußte mich naͤmlich wie ein gebildeter Menſch benehmen, mich ſorgfaͤltig ankleiden, und Be⸗ ſuche geben und annehmen. Bei den Kaufleuten, de⸗ ren Beſuche ich erwiederte, fand ich elegante Damen, welche erſt dieſen Morgen ihre Moden von Leroi erhalten zu haben ſchienen.! Zwiſchen den Ruinen Athens und den Truͤmmern Jeruſalems machte dieſes zweite Paris, wohin ich auf einem griechiſchen Fahrzeuge gekommen war, und das ich mit einer tür⸗ kiſchen Karavane verlaſſen wollte, einen ſchneidenden Abſchnitt in meinen Reiſe-Seenen; es war eine Art eiviliſirter Daſe, ein Palmyra in der Wuͤſte und der Barbarei. Mein letzter Beſuch zu Smyrna war bei Joſeph. Ich nahm Abſchied von meinem Kame⸗ raden; er weinte und ich war nicht weniger geruͤhrt. Ich ſchrieb ihm meinen Namen auf ein kleines Stuck Papier, in welches icht ihm die Beweiſe meiner auf⸗ richtigen Erkenntlichkeit wickelte, ſo daß ſein Herr nicht das Geringſte bemerkte.
Von Smyrna kam ich in dem Khan von Me⸗ nemen an. Eine Karavane ruhte hier nus. Als wir naͤher kamen, erkannte ich bei dem Scheine des Feuers die Kamele, einige ſtehend, andere liegend, einige
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