Teil eines Werkes 
3. Th., 2. Bdchn (1831)
Entstehung
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Haufen erblickt wurden, welche oben zwiſchen den Felſen herumkletterten. Je weiter wir im Thale vor⸗ kamen, deſto mehr entdeckten wir Spuren von den ſchrecklichſten Natur-Erſchuͤtterungen. Baſalt⸗Saͤu⸗ len erſchienen in großen Maſſen auf der Dberflaͤche des Berges und nahmen verſchiedene Richtungen. Ei⸗ nige hatten an ihren Seiten eine wagerechte Richtung, andere lehnten ſich in geraden Pfeilern daran, und noch andere wichen mehr oder weniger von der ſenkrechten Linie ab. In einer geringen Entfernung konnte man ſe fuͤr neberreſte einer großen Stadt halten. Es iſt außer Zweifel, daß der wechſelſeitige Einfluß von

Pitze und Kaͤlte die Haupturſache des gegenwaͤrtigen

chaotiſchen Zuſtandes dieſes Thales geweſen iſt. Im Sommer ſchmilzt der Schnee in Fluthen, welche tief in die Felſenſpalten dringen, loſet die vorſpringenden vom Berge ab, und ſchickt ſie rollend in das Thal binab. Alles reißen ſie mit einem donneraͤhnlichen Ge⸗ töſe und mit einer ſolchen Heftigkeit nieder, daß durch die ſtarke Bewegung der Luft die Grundlagen der be⸗ nachbarten Felſen erſchuͤttert, und auch ſie hinabge⸗ ſchleudert werden, um die unteren zerſtreuten Truͤm⸗ mer zu vermehren, und den Weg zu verſchließen. In dem 6 Werſte von da entfernten Dorfe Ka⸗ ſibek(anfangs Steppan Zminda genannt) fan⸗ den wir die erwuͤnſchte Ruhe. Das ſich eroͤffnende Thal gewaͤhrte einen außerordentlich ſchoͤnen Anblick: eine große Menge von jeder Geſtalt und luftiger