Teil eines Werkes 
3. Th., 2. Bdchn (1831)
Entstehung
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wir den Tag unſeres Aufenthaltes in der Geſellſchaft des Serdars zu, welcher dem Geſandten in dem großen offenen Saale ſeines Palaſtes ein Gaſtmahl gab. Seine Unterhaltung war ſehr angenehm, und erertheilte uͤber verſchiedene Fragen gerne Auskunft. Seine An⸗ ſtellung und ſeinen Gehalt hat der Serdar vom Koͤ⸗ nige; außerdem uͤbt er unumſchraͤnkte Gewalt uͤber Leben und Tod ſeiner Unterthanen.

Bei Utſch Kliſſeh(Dreikirchen) zog uns der Patriarch an der Spitze eines langen Zuges rother und fetter Moͤnche entgegen. Der Staat des Patriarchen beſtand in 3 Handpferden mit Sammetdecken; 3 Laͤu⸗ fern, einem Fahnentraͤger; einem Moͤnch mit einem von ſilberbeſchlagenen Stabe und einigen bekappten Dienern. Der Patriarch betrug ſich, wie ein Mann von Stande, da er lange Zeit an dem ruſſiſchen Hofe war, und den St. Anna⸗Orden vom Kaiſer erhalten

hatte. Unter Geſang, Kerzen⸗Beleuchtung u. dergl.

fuͤhrte man uns in die Kirche. Der Geſandte und der Patriarch. Weiber und Kinder, Armenier und Eng⸗ laͤnder, Tuͤrken und Perſer, alles draͤngte einander. Nach einem kurzen Gebete ertheilte uns Patriarch den Segen.

XXI. Karakliſſeh hoͤchſt ſitti in einem tiefen Thale gelegen, welches von den Grundlagen 2 hoher bewaldeter Berge gebildet wird, bewaͤſſert der Pambecki⸗Fluß. Es iſt der Hauptort in dem Pam⸗ becker⸗Bezirke; hier haben die Ruſſen eine Macht

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