154 Meilen NO. von Schiras tief in den Gebirgen. Es iſt aͤnßerſt mißhandelt und beſchaͤdigt in der Ecke eines viereckigen Gebaͤudes, welches man Kerim Khan zu⸗ ſchreibt. Jetzt bewohnt es ein armer Derwiſch, wel⸗ cher den Beſuchenden das Grab, und ein Exemplar der Werke des Dichters zeigt.— Die Derwiſche ru⸗ ſen Hak und Ju, weiches von ferne ganz beſonders wild klingt, um ihre Ankunft in der Naͤhe einer Stadt zu verkuͤndigen; dabei ſtoßen ſie in ein Bocks⸗ oder Kuͤhhorn, welches ſie am Guͤrtel haͤngen haben. Saadis Brunnen iſt noch zu ſehen⸗ von dem geweih⸗ ten Fiſche aber nichts. Der dreieckfoͤrmige Koh Saadi(Sadis Berg) hat auf ſeinem Gipfel Ueber⸗ bleibſel einer Befeſtigung, einen Thurm und ein Stuͤck Mauer, der Kaleh Bender genannt. Einige hun⸗ dert Schritte weiter, am Abhange nach Schiras, iſt der von den Reiſenden ſo geruͤhmte Brunnen. Er man vielleicht ein Waſſer⸗Behaͤlter geweſen ſeyn, der zu dem Schloſſe gehoͤrte, deſſen zertruͤmmerte Mauern ehn umgeben. Das ganze Werk erregt Staunen und Bewunderung, und gibt einen hohen Begriff von der Beharrlichkeit derer, welche es ausfuͤhrten.
Wir beſuchten die Srämmer des Denkmals, Me⸗ ſched-Mader⸗i⸗Sulemian⸗ welche fruͤhere Reiſende ſehr genau beſchrieben haben. Ich halte dieſe Trümmer fur einen Raub aus Perſep olis, da ſie ale von derſelben Bauart, von denſelben Materialien und Bildwerken ſind. Obgleich die Gebirge um dieſe


