wort haram zadeh(unrechtmaͤßig erzeust), iſt bei⸗ nahe das Gehaͤſſigſte, was man einem Perſer ſagen kann, und was ſeinen Grimm am leichteſten aufregt Ein beleibter Mann von groͤßerem Umfange ſoll, um ſeine Rechtmaͤßigkeit zu erweiſen, durchgekrochen ſeyn; dagegen konnte ein magerer, aus gleicher Abſicht kom⸗ mender Mann durchaus nicht, und hieß nachher immer haram zadeh.
1V. Bei unſerer Ankunft zu Schiras wurden wir mit pompoͤſen Anreden uͤberhaͤuft, wie es uͤber⸗ haupt Sitte bei den Perſern iſt, Fremde mit Lobreden zu überhaͤufen. Unſer Lagerplatz war am Bash Dſche⸗ han Nemah, dicht an den Stadtmauern. Als wir dem Mirza Abul Haſſan Khan einen Beſuch machten, fanden wir ihn uͤber den Tod ſeines einzi⸗ gen, vierjaͤhrigen Knabens weinend. Die Art ſeiner Landsleute, ihn zu troͤſten, war merkwuͤrdig, weil ſie ein ziemlich gleiches Gefühl der alten und neuen Per⸗ ſer bei einem ſolchen Vorfalle ausſpricht.„Haͤttet ihr⸗ ſagten ſie, einen Bruder verloren, dann moͤchtet ihr wehklagen, denn euere Aeltern könnet ihr nicht wie⸗ der aus dem Grabe erwecken, um euch einen andern zu geben, warum aber ein Kind beweinen, da ihr ein anderes hoffen koͤnnet!““ So wunderte ſich Darius, als die Gemahlin des Itaphernes lieber das Leben ihres Bruders, als ihres Gatten und ihrer Kinder ge⸗ rettet wiſſen wollte. Sie gab eine aͤhnliche Antwort. Nichts deſtoweniger zerſchlug ſich der Mirza die Bruß,
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