Teil eines Werkes 
3. Th., 2. Bdchn (1831)
Entstehung
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Auf dem Wege nach Konſtantinopel kam ich durch Gegenden, etzaͤhlt Morier, welche voll ma⸗ leriſcher Anſichten waren. Die Natur bot in ihnen ihre reichſten Erzeugniſſe dar. Wir erblickten auch auf unſerm Wege den ehrwuͤrdigen Berg Argrat, und kamen am 4. Juni nach Arz⸗ruhm, Die vielen Denkmaͤler dieſer Stadt beweiſen ihre vorige Groͤße. Wir machten dem Gouverneur unſern Beſuͤch. Er bewirthete uns nach tuͤrkiſcher Art, welche Bewir⸗ thung wir durch zahlreiche Baͤckſchiſchen(Ge⸗ ſchenke) erwiedern mußten. Ueber Jviſcha, Ka⸗ ra Koley, Schiflick, Karadſcha, Karaniſ⸗ ſar und Kuley⸗Hiſſar kamen wir nach Amaſia.

Die Stadt liegt in der Mitte eines Amphithea⸗

ters maleriſcher Berge, und wird an deren Fuße von dem Bache Tozzan⸗Irmak bewaͤſſert. Die Be⸗

wohner ſind hoͤflich gegen Fremde, und die Frauen ſind wegen ihrer Schoͤnheit und Reitze beruͤhmt.

Kurz nach Mo rier's Ankunft in Konſtanti⸗ novel traf auch der perſiſche Geſandte mit ſeinem Gefolge ein. Den Perſern iſt eigen, mit Leichtig⸗ keit fremde Sitten anzunehmen. Dieß bemerkte ich an 2 Beiſpielen zu Konſtantinopel.

Im Juli gingen wir nach Smyrna, und ſchifften uns im September auf dem Schiffe der Sue⸗ ees nach England ein.

Der perſiſche Geſandte gewohnte bald, das See⸗