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Bei unſerer Abreiſe von Schiras waren die Kaufleute ſehr unzufrieden, daß Sir Hartford ihnen nichts abkaufte, da ſie doch bei der vorigen Geſandt⸗ ſchaft Vieles um einen hohen Preis abſetzten. Der Geſandte machte faſt alle ſeine Geſchenke in Geld⸗ Auf dem Wege nach Ispahan ſahen wir eine Menge Ruinen, welche gewoͤhnlich Mesjid⸗Madré⸗Su⸗ leiman(Grab der Mutter Salomo's) genannt wer“ den. Wahrſcheinlich ſtand ehemals auf dieſer Ebene eine bedeutende Stadt. Ueber Deibihd, Mashud Beſchſchy, Komeſcha langten wir den 31. Ja⸗ nuar 1809 zu Ispahan an. Die Haͤlfte der Stadt iſt verwuͤſtet. Wie Volkszahl mag ſich auf 400,000 See⸗ len belaufen.
Ispahan verließen wir am 7. Februar 1809, und reisten nach Deheran, wo wir dem Koͤnig un⸗ ſere Aufwartung machten. Da die Zeit der Trauer war, ſo ſahen wir bei dieſen Beſuchen den Hof nicht in ſeinem Glanze. Der Koͤnig ſelbſt trug ſeinen Schmuck von Edelſteinen nicht. Der Saal, in wel⸗ chem wir vorgeſtellt wurden, war ganz bemalt und vergoldet. Man ſah auch ein Gemaͤlde, welches eine Schlacht zwiſchen Ruſſen und Perſern vorſtellte. Letz⸗ tere ſiegten auf dem Bilde..
In der Verſammlung bei dem Miniſter, Mirza Schefia, trafen wir auch den geweſenen Geſandten in Frankreich, Mirza Reza, an, welcher mit En⸗ thuſiasmus von dem ſprach, was er geſehen hatte.—


