Teil eines Werkes 
3. Th., 2. Bdchn (1831)
Entstehung
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Ihr Uumfang begreift eine Ebene und einen Huͤgel,

auf welchem die Truͤmmer einer Zitadelle ſind.

Zwiſchen dieſem Huͤgel und einer eindrucksreichen Felſenmaße fließt der ſchoͤne Fluß Schapur. Der Huͤgel iſt mit Ruinen, Mauern und Thuͤrmen bedeckt. Deſtlich nehmen die Mauern alle Zwiſchenraͤume von einem Felſen zum andern ein, und das Ganze ßelt die Anſicht eines ſehr befeſtigten Platzes dar. In den Felſen daſelbſt ſahen wir verſchiedene Bilder gehauen, welche wahrſcheinlich Bezug auf die Urſache der Er⸗ bauung dieſes Gebaͤudes, oder auf die Siege ihrer Gruͤnder haben. Manche Bilder waren noch gut ge, halten; andere zum Theile ſehr beſchaͤdigt. Der Fuß⸗ weg zu dieſen ſchoͤnen Denkmaͤlern iſt eine Waßter⸗ Leitung neuerer Bauart. Man findet hier auch ſehr tiefe Brunnen. Nachdem wir wieder uͤber den Fluß gegangen waren, kamen wir uͤber zahlreiche Erd- und Steinhuͤgel, welche die Ruinen von Schapur be⸗ decken.

ticht weit von Schiras erhielt die Geſandtſchaft einen Firman vom Koͤnig und ein Zelt von dem Prinzen als Geſchenk. Die aͤußern Waͤnde hatten einen karmoſinrothen Gtund mit gruͤner Stickerei. Innerhalb ſtellten ſie Zypreſ⸗ ſen und Loͤwen dar. Es war ein ziemlich großes Viereck, welches von ſehr hohen und ſchoͤn bemalten Maſi⸗ Baͤumen getragen wurde. Die Decken und Vorhaͤnge waren von dem ſchoͤnſten Maſulipatan-Zeuge. An dem Karnieße las man verſchiedene dichteriſche An⸗