Teil eines Werkes 
2. Th., 2. Bdchn (1830)
Entstehung
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Stadt Rhades, Hamam Lief und Solyman

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Meilen im Umfange haben. Indeſſen iſt es doch nicht ſo volkreich, als Algier. Auch haben die STuniſer die Menge und Mannigfaltigkeit von Landhaͤuſern nicht, wie die Bewohner Algiers.

Zwei Scemeilen gegen Oſt⸗Suͤdoſt von Tunis

und eben ſo weit gegen Suͤdweſt von Guletta, iſt die kleine Stadt Rhades auf einem etwas erhabenen Boden, zwiſchen dem Sce von Lunis und dem Meere gelegen. Es iſt das alte Ades, wo M. Re⸗ gulus die Karthager geſchlagen hatte. Nicht weit von Rhades iſt der Fluß Miliana, und un⸗ gefaͤhr eine Seemeile weiter das haͤufig beſuchte heiße Bad, Hamam Lief. Hinter di⸗ſen Baͤdern zur Rechten iſt der Jibbel Reſaß(Bleiberg), deſſen Adern mit dieſem Metalle reichlich verſehen ſind; und zwei Seemeilen zur Linken, an dem Cade des Meer⸗ buſens die kleine Stadt Solyman auß einer ſchoͤnen Ebene, mit einem Fluſſe in einer Entfernung von zwei Meilen auf beiden Seiten derſelben. Die Stadt wird von andaluſiſchen Mauren bewohnt welche geſitteter, als ihre Bruͤder ſind, den Chriſten ſehr hoͤflich begegnen, und noch immer die ſpaniſche Sprache reden.

Zwei Seemeilen gegen Nordoſt von Solyman iſt Moraiſah, das Maxula der Alten, mit ver⸗ ſchiedenen zerſtorten Ciſternen und einem kleinen Ha⸗ fen. Die Seekuͤſte, welche von Guletta, laͤngs der