Teil eines Werkes 
2. Th., 2. Bdchn (1830)
Entstehung
Einzelbild herunterladen

166

welcher in einer kleinen Entfernung in der See ſteht, und ein Schiff unter Segel geſchickt vorſtellt. Zwoͤlf Meilen nach Suͤdoſt von dieſem Kap iſt der Hafen Arzu, welchen die Mohren von einem benachbar⸗ ten Stamme Beni Zeian nennen. Er hat dieſelbe Geſtalt, wie der große Hafen.

Arzu, das Arſenaria der Alten, iſt drei Mei⸗ len von dieſem Hafen entfernt. Das Land beſteht ei⸗ nige Meilen hinter dieſer Stadt aus einem fruchtba⸗ ren offenen Felde; gegen die See erblickt man eine Reihe ſteiler Felſen und Anhoͤhen. Um die Stadt mit beſſerem, als ſalzigen Waſſer zu verſehen, war ſie ehemals ganz auf Ciſternen gebaut, von welchen noch einige uͤbrig ſind. Eine große Menge K Kapitaͤler, Fuß⸗ geſtelle und Schafte von Saͤulen und andern Mate⸗ rialien liegen unter den Ruinen zerſtreut. In dem Hauſe des Kadi entdeckte ich zufaͤlliger Weiſe ein ſchoͤnes Pflaſter von Moſaik durch Riſſe eines zerlump⸗ ten Teppichs. Verſchiedene Grabſchriften mit dem Namen Regulus, Saturninus und Gandus findet man noch in einem Hypogeum, welches ſehr einfach gebaut iſt. Fuͤnf Meilen von der Seekuͤſte ſind die Salszgruben von Arzu, welche aber unter der despotiſchen Regierung nicht gehoͤrig benutzt werden.

Ueber einigen felſigen Klippen, fuͤnf Meilen ge⸗ gen Oſt von Arzu ſind zwei kleine Häfen, deren ei⸗ ner ſich gegen Muſty⸗Gannim, und der andere ge⸗ gen den Hafen von Arzu oͤfnet. In einer kleinen