Teil eines Werkes 
2. Th., 2. Bdchn (1830)
Entstehung
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erndteten Fruͤchte zu verlieren, verhindert allen An⸗ bau. Die vornehmſten Waaren dieſes Landes ſind: Zinn, Kupfer, Wachs, Haͤute, Korduan, Wolle, Honig, Datteln, Dliven, Mandeln, Indigo, arabi⸗ ſcher Gummi, Elephantenzaͤhne, Straußfedern und feine Binſenmatten. Juden und Chriſten bauen ſo viel Wein, als fuͤr ſie und alle Mohren, welche das Geſetz uͤbertreten, hinreichend iſt. Die Weintrauben ſind ſehr gut; der Wein kommt dem Geſchmacke nach dem ſpaniſchen gleich. Die Ausfuhr des Getreides iſt verboten.

In Fez wird der meiſte Handel getrieben, und von dieſer Stadt gehen alle ſechs Monate Karavanen nach Mekka und Medina. Sie nehmen wollene Zeuge, Indigo, Cochenille, ſehr viel Korduan und Straußfedern mit ſich, und bringen ſeidene Zeuge, Neſſeltuch und Spezereien zuruͤck. Es gehen Karava⸗ nen aus der Berberei nach Guinea an verſchie⸗ dene Orte als Tombatton; dem ſogenannten ſchwarzen Fluß und an einen Ort, Nile, von welchem ſie aber keine deutliche Nachricht geben koͤn⸗ nen. Die Mauren handeln nach Guinea mit Salz, gearbeiteter Seide und wollenen Zeugen. Mit dem Salze reiben die Einwohner ihre Lippen, weil ſie ohne daſſelbe ſonſt leicht faul wuͤrden. Ihre beſte Muͤnze beſteht aus kleinen Muſchelſchalen, welche aus Weſt⸗Indien gebracht werden; ihre ſchlech⸗