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ſein Pferd. Es wurden nun die Trommeln geruͤhrt, und die Reiterei ſetzte ſich in Bewegung. Der Ge⸗ ſandte ſah von der Stadtmauer den Zug an, welcher um 10 Uhr ſeinen Anfang nahm. Das Fußvolk gab beſtaͤndig Feuer; die Reiter jagten mit Lanzen und blindgeladenen Karabinern auf einander los, und ga⸗ ben im Vorbeigehen ſo nahe auf einander Feuer, daß manchem das Geſicht und der Turban ſehr verbrannt wurde.
Die kaiſerlichen Soldaten umzingelten nun 8—9 Schwarze, welche große Fahnen mit dicken, vergolde⸗ ten Knoͤpfen trugen, und ſchoſſen in die Erde. Nach dieſen kam Mubamet Kariba, ein Sohn Is⸗ maels und Aufſeher uͤber die kaiſerlichen Marſtaͤlle, mit einem Haufen von Reitern und Fußvolk, und hatte eine mit Gold beſchlagene Lanze in der Hand. Hinter ihnen folgten ſchwarze Frauen in einem Wa⸗ gen, nach welchen eine große rothe Standarte mit ei⸗ nem Halbmonde in der Mitte gebracht wurde; eine Menge Soldaten begleiteten ſie unter beſtaͤndigem Schießen. Nun erſchien Ismael, mit einer Flinte in der Hand, zu Pferde; uͤber ſeinem Haupte wurde ein Sonneſchirm beſtaͤndig gedreht, und einige Schwarie weheten die Fliegen von ſeinem Pferde. Als er un⸗ gefaͤhr uns gegenuͤber war, legte er die Flinte auf ei⸗ nen Mohren an, welcher ihm etwas zu nahe gekom⸗ men war, gab aber kein Feuer, ſondern ließ ihn in Verhaft nehmen.


