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Wenn ſie frei geworden ſind, ſo tragen ſie ein Kleid und einen Mantel von Tuch. Die Frauensperſonen tragen einen Weiberrock und ein Hemd, deſſen Ober⸗ Theil vorn offen, aber bei dem Hals⸗Kragen zuſam⸗ mengebunden iſt, faſt wie unſere Mannshemden. Bei Tage wagen ſie nicht, auf der Straße zu erſcheinen. Wenn ſie die Freiheit erhalten, des Abends auszu⸗ gehen, und den Roſenkranz zu ſingen, ſo nehmen ſis ein großes wollenes Tuch um den Leib, welches unge⸗ faͤhr 2 Ellen lang und eine breit iſt. Es wird ſo ge⸗ legt, daß die Diagonal⸗Linie uͤber die Mitte des Ruͤckens hinabgeht. Ein Zipfel haͤngt, faſt wie die Moͤnchs„Kappe der Karmeliter und Auguſtiner, her⸗ ab; der entgegengeſetzte Zipfel dient zur Einhuͤllung des Kopfes, und die beiden uͤbrigen bedecken die Schul⸗ tern und Arme, und kreuzen ſich auf der Bruſt. Dieſe
Eracht iſt ſehr unbequem, denn ſie muß faſt alle Augen⸗
blicke in Ordnung gebracht werden. Die Negerinnen tragen einen ſchwarzen Hut zum Schutze gegen die Hite der Sonne.
Ein Mann geht niemals mit ſeiner Frau auf de Straße; er geht einige Schritte voraus mit dem blo⸗ ten Degen unter dem Arme oder unter dem Mantel. Die Frau kann von einigen Verwandtinnen begleitet werden, und hat verſchtedene Neger⸗ oder Meſtizen⸗ Sklavinnen zu ihrem Gefolge, welche in einer Reihe nach einander gehen, in einem weiten langen Rock uekleidet ind, und ein Neſſeltuch un den Kopf haben.
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