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ihn zum Hauptaquartiere brachten. Man fand ein Pa⸗ tent bei ihm, in welchem die glaͤnzenden Thaten er⸗ waͤhnt waren, die er bei der Einnahme des Vorge⸗ birges der guten Hoffnung verrichtet hatte. Navpoleon befahl, ihn mit allen Kriegsehren zu be⸗ graben. Sein Degen, von ihm ſelbſt waͤhrend ſeines Lebens geehrt, wurde es auch nach ſeinem Tode, in⸗ dem er dem aͤlteſten Grenadiere des Heeres uͤbergeben wurde.
Dieſe Ausfaͤlle, und ein zweiter mißlungener An⸗ griff der Franzoſen auf den Thurm, von dem wir ſprachen, koſtete das Blut wackerer Krieger von Na⸗ poleons Heere. Man nahm nun zu dem Minen⸗ Kriege die Zuflucht, um den Thurm ganz in die Luft zu ſprengen, in welchen man keine gangbare Breſche zu legen vermochte. Als am 9. April der Genie⸗Ge⸗ neral Caffarelli die Tranchee unterſuchte, wurde er durch eine Kugel am rechten Ufer getroffen. Das Gelenk des Ellenbogens war ſo zerſchmettert, daß der beruͤhmte Liebling Napoleon's und Dberwundarzt Larrey den Arm abnehmen mußte. Dieſer ſchon fruͤher verßuͤmmelte General hielt dieß mit dem ſtand⸗ hafteſten Muthe, ohne nur ein einziges Wort vorzu⸗ bringen, aus. Jedoch ſtarb er am 27. April 4799 Caffarelli, obwohl ausnehmend tapfer, ſchlug ſich doch nur aus Zwange. Er liebte den Ruhm, aber mehr noch die Menſchen. Krieg diente ihm nur zum Mittel, Frieden zu erlangen. Fuͤr Napoleon hegte


