Teil eines Werkes 
3. Th., 1. Bdchn (1829)
Entstehung
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zu warten, bis ſie beſſer zugaͤnglich gemacht ſey. Man ſagt, daß, als die Tuͤrken dieſen jungen Pffizier ſeine Leiter an den Wall anlegen geſehen haͤtten, Schrecken ſich ihrer bemaͤchtiget habe, und daß ein großer Theil von ihnen nach dem Hafen geeilt ſey; Dſchezzar⸗Paſcha ſelbſt foll ſich auf ein Schiff gerettet haben. Mailly wurde am Fuße verwundet und ſtuͤrzte in den Graben. Nun faßten die Belager⸗ ten wieder Muth zur Gegenwehr. Nach unerhoͤrten Anſtrengungen gelang es den Grenadieren in einen viereckigen Thurm zu dringen; doch da ſie keinen Ausgang in die Stadt finden konnten, und einem fuͤrchterlichen Feuer ſich ausgeſetzt hatten, traten ſie ihren Ruͤckzug an. Im Laufe eilten die General⸗Adjutanten Laugier und Lescale mit2 Bataillonen zu ihrer Un⸗ terſtuͤtzung herbei, erfuhren von den Grenadieren Mail⸗ lo's Tod, und daß die Breſche ungangbar ſey. Deſ ſen ungeachtet verſuchte man einen neuen Sturm, und ſprang in den Graben. Lescale und Laugier fanden aber hier ihren Tod, und der Sturm mißlang. Die Soldaten kehrten in die Laufgraͤben zuruͤck. Mailly, deſſen Fuß zerſchmettert war, kam endlich wieder zu ſich, aber den Seinigen nicht folgen koͤnnend, flehte er einen Grenadier um Huͤlfe an. Hieſer Brave lnd ihn auf ſeine Schultern, und ſuchte muͤhſam aus den Lroͤmmern der Breſche herauf zu klimmen, als eine Kugel ihn niederſtreckte. Waͤhrend der Nacht ſtiegen die Tuͤrken hinab, fanden Mailly noch