„
9
zigen Gefuͤhle getrieben, ſie ſeyen die natuͤrlichen Ver⸗ buͤndeten der neuen Ankoöͤmmlinge, von ihren Bergen herab, und kamen in das Lager von St. Jean d'Aere, um Napoleon, deſſen Ruhm bis zu ihnen gedrungen war, ihre Ehrfurcht zu bezengen; man be⸗ wirthete ſie feſtlich. „Napoleon— ſchreibt Gen. Savary, Her⸗
zog von Rovigo, in ſeinen Denkwuͤrdigkeiten— Napoleon, der ſelbſt zur Zeit ſeines hochſten Glan⸗ zes gerne von jener Zeit ſprach, ſagte mir oͤfters, er habe bei dem Eintritte dieſer kriegeriſchen Druſen in ſein Zelt ein mit Bewunderung gemiſchtes In⸗ tereſſe fur ſie gefuͤhlt, und dieſer Beſuch habe ihm ein wahres Vergnuͤgen verſchafft. Er ſagte ferner, er habe keine Tuͤrken zu ſehen geglaubt: denn ihre Phy⸗ ſiognomien haͤtten noch den Ausdruck der ihrer Ahnen, von denen ſie tammten, gehabt, und der Schnitt ih⸗ res Geſichtes ſey mehr europaͤiſch, als orientaliſch geweſen; mit einem Worte, man habe wohl geſehen, datß zwiſchen ihnen und uns eine Gemeinſchaft ftatt finde.“ Durch ihre Tradition wußten die Krieger, daß ſie von andern Kriegern, die aus demſelben Lande, woher die franzoͤſiſchen Krieger gekommen ſeyen, abſtammen. Uebrigens leben ſie in einer volligen Un⸗ wiſſenheit der Welthaͤndel, und ſind bloß Chriſten in aller Einfachheit der erſten Lehre. Sie ſind von der ganzen Bevoͤlkerung Syriens ſehr geachtet. Die verſchiedenen Voͤlkerſchaften haͤtten ganz leicht eine


